YouTube meldet: Dieses Konto wurde gekündigt
Meldungen wie: Dieses Konto wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube gekündigt.
Ein Hinweis wie „Dieses Konto wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube gekündigt“ heißt: YouTube hat deinen Kanal entfernt, und du kannst YouTube mit diesem Konto nicht mehr nutzen. Einspruch ist trotzdem möglich. Such die E-Mail von YouTube, leg in YouTube Studio Einspruch ein, sichere Screenshots und nutz in der EU deine kostenlosen Beschwerde- und Schlichtungsrechte.
Was die Meldung bedeutet
So ein Hinweis steht für Besucher auf einem gekündigten Kanal. Auf Englisch lautet er „This account has been terminated for a violation of YouTube's Terms of Service.“ Der deutsche Wortlaut kann abweichen. YouTube kündigt Kanäle nach drei Verwarnungen wegen der Community-Richtlinien innerhalb von 90 Tagen, nach einem schweren Verstoß oder wenn der Kanal an sich gegen die Regeln verstößt. Deine Videos sind nicht mehr öffentlich, die Monetarisierung endet, und solange die Kündigung gilt, darfst du keine anderen Kanäle betreiben.
Was sie nicht bedeutet
- Dein ganzes Google-Konto ist meistens nicht weg. Gmail und Co. laufen in der Regel weiter.
- Nicht jede Verwarnung war berechtigt.
- Dein Recht auf Einspruch und, in der EU, auf weitere Schritte bleibt bestehen.
Was du jetzt tun solltest
- E-Mail zur Kündigung suchen. Sie nennt den Grund. Den Einspruch startest du in YouTube Studio, angemeldet mit dem gekündigten Kanal.
- Screenshots machen von Kanalseite, E-Mail und YouTube Studio, falls du es noch öffnen kannst.
- Einspruch einlegen. Kurz und sachlich: Worum geht es im Kanal, warum ist die Entscheidung falsch? Ging es um ein Video, erklär den Zusammenhang.
- Frühere Verwarnungen auflisten mit Datum und ob du damals Einspruch eingelegt hast.
- Google-Konto sichern: Passwort ändern, Sicherheitsaktivität prüfen. Gehackte Kanäle werden oft für Betrug missbraucht.
- Nichts über andere Kanäle hochladen. YouTube kann auch die kündigen.
Hast du mit dem Kanal Geld verdient? Lies YouTube Business-Account.
Dein Weg in der EU
Wenn du in der EU lebst, gilt der Digital Services Act (DSA) für Kündigungen und für das Ende der Monetarisierung:
- YouTube muss dir eine klare Begründung geben: Fakten, Regel, ob automatisierte Tools beteiligt waren und wie du dich wehren kannst.
- Du hast mindestens sechs Monate lang eine kostenlose interne Beschwerde, mit menschlicher Beteiligung. War die Entscheidung falsch, muss YouTube sie ohne unnötige Verzögerung rückgängig machen.
- Du kannst dich an eine zertifizierte Schlichtungsstelle wenden: Appeals Centre Europe, User Rights und Platform Control haben YouTube auf ihrer Liste. Eine interne Beschwerde vorher ist nicht nötig. Entscheidung innerhalb von 90 Tagen nach Eingang deiner Beschwerde. Gewinnst du, zahlt YouTube die Gebühren und deine angemessenen Kosten.
- Nach der DSGVO bekommst du innerhalb eines Monats eine kostenlose Kopie deiner Daten.
- Der Weg vor Gericht bleibt offen.
War der Kanal gewerblich, kann die P2B-Verordnung eine Frist von mindestens 30 Tagen vor der Kündigung verlangen, mit Ausnahmen. Außerhalb der EU ist der Einspruch bei YouTube dein Hauptweg. Mehr auf der YouTube-Seite.
Vorsicht vor Betrug
Gekündigte Creator bekommen Nachrichten von angeblichen „YouTube-Partnerkontakten“. Die können keine Kanäle zurückholen. Zahl nichts und gib nie dein Google-Passwort oder Codes weiter.
Häufige Fragen
Ist mit der Kündigung auch mein Google-Konto weg?
Meistens betrifft die Kündigung nur YouTube. Gmail und andere Google-Dienste funktionieren in der Regel weiter, aber YouTube kannst du mit dem Konto nicht mehr nutzen. Details stehen in der E-Mail von YouTube.
Kann ich gegen die Kanalkündigung Einspruch einlegen?
Ja. Laut YouTube-Hilfe startest du den Einspruch in YouTube Studio, angemeldet mit dem gekündigten Kanal. Innerhalb eines Jahres sind zwei Einsprüche möglich. In der EU hast du nach dem DSA zusätzlich eine kostenlose Beschwerde und eine Schlichtungsstelle.
Was passiert mit meinen Einnahmen?
Die Monetarisierung endet mit dem Kanal. In der EU braucht auch das Beenden der Monetarisierung eine Begründung. Als gewerblicher Nutzer kann dich zusätzlich die P2B-Verordnung schützen.
Darf ich einfach einen neuen Kanal starten?
Nein. Nach YouTubes Regeln darfst du keine anderen Kanäle nutzen oder erstellen, um eine Kündigung zu umgehen. Sonst können auch diese gekündigt werden. Geh lieber gegen die ursprüngliche Entscheidung vor.
Geprüft anhand von: support.google.com, support.google.com