Bei Bumble gesperrt?
Hat Bumble dein Profil gesperrt, fang mit der Benachrichtigung in der App an. Mach einen Screenshot, notier das Datum und leg über das verlinkte Formular Einspruch ein. Laut Bumble hast du dafür sechs Monate Zeit. Lebst du in der EU, gibt dir der Digital Services Act (DSA) weitere Wege, falls der Einspruch scheitert.
Was ist mit deinem Konto passiert?
Wähle, was passt. Jeder Ratgeber zeigt die Schritte für diesen Fall.
- Account deaktiviertDu kommst nicht mehr rein. Die Meldung sagt deaktiviert.
- Account gesperrtVorübergehend gesperrt, mit Frist zum Widersprechen.
- Account eingeschränktEinschränkungen beim Posten, bei Nachrichten oder Reichweite.
- Einspruch abgelehntDu hast widersprochen, die Entscheidung bleibt.
- Wie lange es dauertWie lange Prüfungen dauern und welche Fristen gelten.
- Dauerhaft gesperrtDie Meldung sagt, die Sperre ist endgültig.
- Business-Account gesperrtEine Seite, ein Shop, Werbe- oder Creator-Account ist betroffen.
- Fälschlich gesperrtGehackt, massenhaft gemeldet oder ein Fehler der Automatik.
So funktionieren Sperren bei Bumble
Was Bumble mit deinem Account machen kann
Bumbles Community-Richtlinien nennen drei Stufen: Inhalte entfernen, eine Verwarnung aussprechen oder dich aus einigen oder allen Apps der Gruppe ausschließen. Laut Nutzungsbedingungen kann Bumble Accounts auch vorübergehend sperren oder schließen, zum Beispiel wenn jemand mehrere Accounts hat. Auf Bumbles eigenen Seiten heißt eine Sperre oft „Blockierung“.
Bei einer Dating-App ist manches anders als bei Instagram oder TikTok:
- Meldungen von Matches zählen. Eine Meldung von jemandem, mit dem du geschrieben oder dich getroffen hast, kann zur Sperre führen. Laut Richtlinien kann auch Verhalten außerhalb der App zählen.
- Matches und Chats verschwinden. Laut Bumbles Hilfeseiten werden Profil und Chatverlauf eines gesperrten Mitglieds bei seinen Matches entfernt. Die anderen sehen nur, dass du weg bist.
- Andere Apps können mitgesperrt werden. Laut Datenschutzerklärung kann eine Sperre auch deine Accounts in anderen Apps wie Badoo treffen.
- Bezahlte Funktionen. Laut Nutzungsbedingungen haben gesperrte Mitglieder keinen Anspruch auf Erstattung, ungenutzte virtuelle Artikel werden nicht ausgezahlt.
Dein Weg in der EU
Bumble ist keine sehr große Online-Plattform im Sinne des DSA, aber eine Online-Plattform. Auf die Ausnahme für kleine Unternehmen beruft sich Bumble nicht. Die wichtigsten Regeln gelten also. Als DSA-Kontaktstelle nennt Bumble [email protected] und bittet um Nachrichten auf Englisch.
- Begründung (DSA Art. 17). Bumble muss dir die Fakten nennen, die verletzte Regel, ob automatische Tools beteiligt waren und wie du dich wehren kannst.
- Interne Beschwerde (DSA Art. 20). Kostenlos, mindestens sechs Monate lang, nicht nur automatisch geprüft. Eine falsche Entscheidung muss Bumble ohne unnötige Verzögerung rückgängig machen.
- Schlichtungsstelle (DSA Art. 21). Du kannst eine zertifizierte Stelle einschalten, auch ohne vorher Einspruch einzulegen. Gewinnst du, zahlt Bumble die Gebühren.
- Deine Daten (DSGVO Art. 15). Eine kostenlose Kopie deiner Daten, Antwort innerhalb eines Monats.
- Gericht. Dieser Weg bleibt immer offen.
Schlichtungsstellen für Bumble
Die Liste der EU-Kommission nennt keine zertifizierte Stelle für Bumble. Einige zertifizierte Stellen führen Bumble auf ihrer eigenen Website, etwa ADR Center und ADR Point. Nutz den Schlichtungsstellen-Finder und frag bei der Stelle nach, ob sie deinen Fall annimmt.
Außerhalb der EU
Diese Rechte gelten für Menschen, die in der EU leben. Nicht für Norwegen, Island, Liechtenstein, die Schweiz oder Großbritannien. Dort ist der Einspruch bei Bumble dein Hauptweg.
Lass das lieber
- Kein neuer Account. Laut Richtlinien darfst du weder neue Accounts anlegen noch ein VPN nutzen, um eine Sperre zu umgehen.
- Keine bezahlten „Entsperrungen“. Niemand außerhalb von Bumble kann eine Sperre aufheben. Gib nie dein Passwort oder einen Login-Code weiter.
- Keine wütenden Nachrichten an die Person, die dich vielleicht gemeldet hat.
Deine Fristen und den nächsten Schritt zeigt dir der kostenlose Sperren-Check.
Was du verlieren kannst
Eine Sperre bei Bumble nimmt dir mehr als ein Profil. Überleg dir, was alles an dem Account hängt, bevor du entscheidest, was du tust.
- Fotos, Videos und Beiträge aus vielen Jahren, die du vielleicht nirgends sonst gespeichert hast
- Nachrichten und Kontakte, manchmal der einzige Weg zu bestimmten Menschen
- Die Follower, Abonnenten oder die Community, die du aufgebaut hast
- Einnahmen: Verkäufe, Kooperationen, Auszahlungen und Kundschaft, die dich dort findet
- Andere Apps und Websites, bei denen du dich mit diesem Account anmeldest
Speziell bei Bumble
- Laut Bumbles Datenschutzerklärung speichert Bumble Angaben zu Sperrentscheidungen sechs Jahre ab dem Tag der Sperre. Angaben zu manchen gesperrten Mitgliedern kann Bumble bis zu 15 Jahre behalten, damit sie sich nicht neu anmelden.
- Dein Abo. Laut Bumbles Nutzungsbedingungen haben gesperrte Mitglieder keinen Anspruch auf Erstattung.
- Ungenutzte virtuelle Artikel. Laut Bumbles Nutzungsbedingungen bekommst du kein Geld und keinen anderen Ausgleich für ungenutzte virtuelle Artikel, wenn ein Konto geschlossen wird, egal ob von dir oder von Bumble.
- Deine Matches und Chats. Laut Bumbles Hilfeseiten werden Profil und Chatverlauf eines Mitglieds bei seinen Matches entfernt, wenn Bumble das Mitglied sperrt.
- Andere Apps. Laut Bumbles Nutzungsbedingungen kann eine Sperre für einige oder alle Apps von Bumble Inc. gelten. Laut Datenschutzerklärung kann eine Sperre auch deine Konten in anderen Apps wie Badoo sperren.
Fristen, die schon laufen
- Laut Bumbles Nutzungsbedingungen und Hilfeseiten kannst du eine Entscheidung zu deinem Konto innerhalb von sechs Monaten anfechten. Am besten nutzt du dafür das Formular, das in der Benachrichtigung in der App verlinkt ist.
- Beschwerde bei Bumble: mindestens sechs Monate lang möglich, ab dem Tag, an dem Bumble dich über die Entscheidung informiert hat (DSA Art. 20).
- Kopie deiner Daten: kostenlos, und Bumble muss innerhalb eines Monats nach deinem Antrag antworten (DSGVO Art. 15). Am besten fragst du gleich danach.
Häufige Fragen
Wie lege ich bei Bumble Einspruch ein?
Laut Bumbles Hilfeseiten am besten über das Formular, das in der Benachrichtigung in der App verlinkt ist. Kommst du an das Formular nicht ran, kannst du den Online-Chat oder das Anfrageformular auf support.bumble.com nutzen. Erklär, warum du die Entscheidung für falsch hältst, und gib so viele Details wie möglich.
Wie lange habe ich für einen Einspruch bei Bumble Zeit?
Laut Bumbles Nutzungsbedingungen und der DSA-Hilfeseite sechs Monate ab der Entscheidung. Lebst du in der EU, garantiert dir auch der Digital Services Act mindestens sechs Monate für eine kostenlose Beschwerde.
Bin ich nach einer Bumble-Sperre auch bei Badoo gesperrt?
Das kann passieren. Laut Bumbles Datenschutzerklärung kann eine Sperre auch deine Accounts in anderen Apps der Gruppe sperren, etwa bei Badoo. Die Community-Richtlinien sagen, dass eine Sperre für einige oder alle Apps gelten kann.
Gibt es eine Schlichtungsstelle für Bumble?
Die Liste der EU-Kommission nennt keine Stelle für Bumble. Einige zertifizierte Stellen führen Bumble auf ihrer eigenen Website, etwa ADR Center und ADR Point. Nutz den Schlichtungsstellen-Finder und frag bei der Stelle nach, bevor du einreichst.